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Das Geheimnis des ehrenwerten Hauses – Eine etwas andere Detektivgeschichte
Das Geheimnis des ehrenwerten Hauses – Eine etwas andere Detektivgeschichte
Stefan Remigius
Taschenbuch, 168 Seiten
Ab 8 Jahre
In Kooperation mit DI-Netz e.V.
ISBN 978-3-9811-4108-5
15.00 EUR
Bestellungen bei FAMart:
FAMart Verlag – Dr. Petra Thorn
Langener Str. 37
64546 Mörfelden / Deutschland
Tel +49 (0) 6105 – 22629 / Fax +49 (0) 6105 – 22629
www.famart.de / info@famart.de
Bestellung auch im stationären Buchhandel möglich – nicht aber im Internet-Buchhandel.
Einladung an alle Eltern „Briefe an den Spender“
Was bedeutet uns als Eltern die Samenspende?
Wir wollen alle Mütter und Väter gerne dazu einladen, für dies Buchprojekt ein paar Zeilen zu schreiben. Was heißt es für Euch, mit Hilfe einer Samenspende Eure Kinder bekommen zu haben? Vielleicht wollen Eure Kinder für die Illustration des Buches ein Bild malen z.B. von der eigenen Familie.
Für unser Schreibprojekt greifen wir die Idee des englischen Buches „Letters to my donor“ auf: Väter und Mütter stellen sich manchmal vor, was sie ihrem Spender mitteilen würden, wenn es eine Gelegenheit dazu gäbe. Was würde man ihm sagen? Wie sähe vielleicht der Dank aus?
(Es geht bei diesen fiktiven Briefen selbstverständlich nicht um einen realen Briefwechsel oder um Kontaktaufnahme zum Spender.)
Hier gibt es mehr Informationen, auch als Download: DI-Netz Letters to my donor
Kurzfilm des Donor Conception Network – jetzt mit deutschem Untertitel
Unsere englische Partnerorganisation Donor Conception Network ist für das DI-Netz in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. Das DCN feierte 2013 sein 20-jähriges Jubiläum und hat ein Video gemacht, dass hier mit dem deutschen Untertitel zu sehen ist. Der deutsche Untertitel erscheint, wenn man am rechten, unteren Bildrand den Botton „CC“ anklickt und dort den Untertitel „deutsch“.
Offener Brief an Sybille Lewitscharoff
Der Anspruch auf Kenntnis der Abstammung
Die Berliner Rechtsanwältin Nicole Stürmann beschreibt den derzeitigen Regelungsbedarf, das Recht unserer Kinder auf Kenntnis der Abstammung auch tatsächlich durchsetzbar zu machen. In ihrem Gastbeitrag erläutert sie praktische Lösungsvorschläge, wie eine Durchsetzbarkeit dieses Rechts hergestellt werden kann, beispielsweise indem die Eltern zusammen mit dem Samenbankbetreiber die entsprechenden Daten bei einem Notar hinterlegen. In ihrem Beitrag fordert sie eine politische Umsetzung der Rechte unserer Kinder und einen praktikablen Weg, die Daten der Spender für sie zu sichern. Sie weist auf Probleme und Gefahren für Kinder, Spender und Ärzte hin, solange eine solche politische Entscheidung fehlt.
Wunsch und Wirklichkeit des Anspruchs auf Kenntnis der Abstammung
Erlanger Tagung „Alles was Recht ist“
Erlanger Tagung „Alles was Recht ist“ (22.-23.11.13) – ein voller Erfolg!
Immer häufiger wird die Samenspende in der deutschen Öffentlichkeit zum Thema. Gerade im letzten Jahr, nach dem „Samenspende-Urteil“ des OLG Hamm, haben die Medien viel darüber berichtet.
Dass allerdings neben all den Experten aus Medizin, Beratung, Politik und Justiz nun auch alle Betroffenengruppen – die Samenspender, die erwachsenen Kinder, welche mit Hilfe einer Samenspende gezeugt wurden, sowie die Eltern – aus ihrer Anonymität heraustreten und sich im öffentlichen Raum zu Wort melden, das ist ein absolutes Novum!
So haben sich nun erstmalig die Vertreter aller Gruppen, die mit der Samenspende befasst sind, auf einer Tagung zusammengefunden – darunter die Vereine AKDI, BKiD, Spenderkinder, LSVD und wir von DI-Netz. Die Tagung hatte den Titel „Alles was Recht ist“ und hatte einen juristischen Schwerpunkt. Anlass der Tagung war das 10jährige Jubiläum der Erlanger Samenbank (dessen Betreiber Dr. Andreas Hammel übrigens ein Ehrenmitglied von DI-Netz e.V. ist.) Auf der Webseite http://www.erlanger-symposium.de kann man sich eine Reihe von Fotos ansehen und einen kleinen Eindruck verschaffen.
Zwei Tage lang konnte man zahlreichen Vorträgen lauschen und miteinander diskutieren. Unser Verein DI-Netz e.V. war als Interessenvertretung der DI-Familien bzw. von Menschen, denen die Familiengründung mit Spendersamen noch bevorsteht, eingeladen. Ulrich Simon ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Gründungsmitglied des Vereins. Er hat für unser Netzwerk den Vortrag „Mit Spendersamen zum eigenen Kind – aus Elternperspektive.“ gehalten. Er referierte zunächst über den durchaus schwierigen Weg von Paaren, sich für eine Spendersamenbehandlung zu entscheiden. Dann sprach er über elterliche Verantwortung im Kontext von DI. Ebenso stellte er den Verein, unsere Aktivitäten und unsere gesetzlichen Forderungen vor. Unser Vorsitzender Karsten Lüno hat auf der abschließenden Podiumsdiskussion unsere Positionen und unsere Eindrücke der Veranstaltung noch mal zusammengefasst.
Neben dem Vortrag waren wir von DI-Netz mit einem schön gestalteten großen Info-Tisch im Foyer der Tagungshalle präsent. Dort haben wir eine Reihe von Büchern und viel Info-Material von DI-Netz auslegen können – darunter auch unseren ganz neuen Ratgeber „Offen gesprochen“ von Olivia Montuschi, den wir übersetzt haben.
Und wir sind mit sehr vielen Tagungsteilnehmern ins Gespräch gekommen. Manche aus unserem Kreis hatten die Gelegenheit, persönlich mit ihrem Reproduktionsmediziner über die Datenhinterlegung bei ihrem Kind zu sprechen und freuten sich dann, dass alle ihnen in die Hand versprachen, dass ihr Kind, wenn es das wünscht, bei Volljährigkeit die Spenderdaten garantiert erhalten wird.
Alle Vorträge des Symposiums werden in Kürze in einer kostenlosen PDF-Dokumentation des FamART-Verlages ausführlich nachzulesen sein, darunter auch der Vortrag von Ulrich.
DI-Netz fand die Tagung insgesamt sehr gelungen. Uns hat besonders gut gefallen, dass die Samenspende ausführlich von unterschiedlichen Seiten beleuchtet wurde.
- Wir waren bewegt von dem Mut dreier Spender, auf der Tagung öffentlich über ihr Selbstverständnis als Samenspender zu sprechen.
- Wir haben uns über den Vortrag von Brigitte Zypries gefreut (angereist von den Koalitionsverhandlungen in Berlin). Sie hat uns ihre politisch-rechtliche Einschätzung nahegebracht, und es bleibt zu hoffen, dass die Politik unser Thema aufnehmen wird.
- Wir waren dankbar, dass die Juristin Prof. Dr. Coester-Waltjen in ihrem Vortrag die Einschätzung von DI-Netz in aller Deutlichkeit bestätigte, dass sich kein Mediziner bei der Datenaufbewahrung ernsthaft auf die sonst übliche 10jährige Aufbewahrungspflicht medizinischer Daten berufen kann.
- Wir haben uns gefreut über den herzlichen Kontakt zu den „Spenderkindern“, die in den Diskussionen standhaft für ihr Recht auf Kenntnis der Abstammung argumentiert haben.
- Ebenso haben wir uns gefreut, dass auch die Situation von lesbischen Müttern nicht unter den Tisch fiel, sondern in zwei Vorträgen zum Thema gemacht wurde.
Wer aufgrund der Erörterung komplizierter Rechtsfragen im deutschen Recht im Laufe der Tagung etwas ratlos und irritiert war, fand dann sicher den letzten Vortrag von Walter Merricks aus London erfrischend. Er zeigte, wie elegant und einfach man in Großbritannien die Frage der Datenaufbewahrung durch das Spenderregister der HFEA beantwortet hat. Außerdem zeigte er uns ein wundervolles, anrührendes Video unserer Partnerorganisation „Donor Conception Network“.
Hier noch ein paar positive Rückmeldungen zum Vortrag von DI-Netz:
„Schön, dass wir uns endlich als ebenbürtig präsentiert haben.“
„Euer Vortrag war derjenige, der den DI-Vätern den Raum gegeben hat, der ihnen gebührt.“
„Endlich habe ich verstanden, warum die Paare an der Spenderauswahl beteiligt werden wollen.“
„Euer Prinzip „elterngeleitet – kindzentriert“ ist das Entscheidende.“
„Das Sowohl- als- auch- Konzept hat mir gut gefallen. Darf ich das übernehmen?“
„Ich bin schwer beeindruckt von Eurem Engagement.“
„Für mich ist es immer noch fast unvorstellbar, in welch kurzer Zeit Ihr so Vieles auf die Beine gestellt habt… . Glückwunsch hierzu!“
Unser neuer Ratgeber zur Samenspende
DI-Netz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die englischen Bände Telling und Talking von Olivia Montuschi ins Deutsche zu übersetzen. Olivia ist Mitbegründerin unserer Partnerorganisation Donor Conception Network in England, und sie ist Ehrenmitglied im unserem DI-Netz e.V.
Koalitionsvertrag
Koalitionsvertrag der Regierung: Regelung des Auskunftsrechtes unserer Kinder geplant
Ein Meilenstein ist schon mal geschafft: Es ist offenbar endlich bei der Politik angekommen, dass es gesetzlichen Regelungsbedarf im Bereich Samenspende gibt. Im schwarz-roten Koalitionsvertrag ist jetzt verankert: „Wir werden das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft bei Samenspenden gesetzlich regeln.“
DI-Netz freut sich über diese Ankündigung, denn wir setzen uns gegenüber der Politik sehr dafür ein, dass das Recht unserer Kinder auf Kenntnis der Abstammung gesetzlich abgesichert wird. Wir von DI-Netz sind dafür seit einiger Zeit auf bundespolitischer Ebene aktiv gewesen: Wir haben 2010 eine Petition an den Bundestag geschickt, wir haben der Kanzlerin 2012 persönlich ein Schreiben mit der Forderung nach einem Spenderregister überreicht, wir haben 2013 Kontakt zu allen relevanten Bundesministerien hergestellt, ebenso vor der Bundestagswahl zu allen Parteien.
Die CDU hatte uns bereits geschrieben: „CDU und CSU sehen im Hinblick auf die Spendersamenbehandlung gesetzlichen Regelungsbedarf. Wir wollen die rechtlichen Aspekte der Spendersamenbehandlung einer umfassenden Prüfung unterziehen, was auch die Frage nach der Notwendigkeit eines Spenderregisters umfasst.“ Und auch die SPD bestätigte: „Die SPD sieht gesetzgeberischen Handlungsbedarf bezüglich der Donogenen Insemination.“
Der Prozess von Sarah P. im Februar 2013 vor dem OLG Hamm hat möglicherweise so viel Medienaufmerksamkeit geschaffen, dass nun auch in der Politik endlich Bereitschaft zum Handeln besteht.
DI-Netz e.V. begrüßt die geplante Gesetzgebungsinitiative. Wir hoffen, dass sie tatsächlich kommt und im Sinne von DI-Familien umgesetzt wird. Wir werden entsprechende politische Aktivitäten weiter mitverfolgen und werden weiterhin auf unsere Standpunkte aufmerksam machen.
Vortrag über DI-Netz
Mit Spendersamen zum eigenen Kind – aus Elternperspektive
DI-Netz hat 2013 bei einem Symposium der Erlanger Samenbank einen Vortrag gehalten. Darin berichten wir über das DI-Netz, über unsere Haltung zur Samenspende, unsere Vereinsaktivitäten und unsere Forderungen an den Gesetzgeber.
> Der ganze Vortrag
> Folien zum Vortrag
Der Vortrag wurde 2014 als Aufsatz publiziert:
Simon, U.; Brügge, C. (2014) Mit Spendersamen zum eigenen Kind – aus Elternperspektive. in: Hammel, A.; Thorn, P. (Hg.) Spendersamenbehandlung in Deutschland – Alles was Recht ist?! Dokumentation des 1. Erlanger Symposiums zur Familienbildung mit Spendersamen. Mörfelden: FamART Verlag. S. 37-49.




