Wie bereits vom DI-Netz berichtet, sorgt ein Fall der Europäischen Samenbank weiterhin europaweit für Aufsehen: Ein Samenspender mit der Spendernummer 7069 mit dem ALias-Namen „Kjeld“ hat nach aktuellen Medienberichten unwissentlich eine Genmutation an zahlreiche der mindestens 197 Kinder in 14 europäischen Ländern weitergegeben, die mit seinem Samen gezeugt wurden. Die Mutation erhöht das Krebsrisiko der betroffenen Kinder deutlich.
Die Deutsche Welle sowie weitere europäische Medien berichten derzeit erneut ausführlich über den Fall und seine Folgen. Der Vorfall macht eindrücklich deutlich, dass eine verbindliche Obergrenze für die Zahl der Kinder pro Spender auf internationaler oder zumindest europäischer Ebene gesetzlich dringend geregelt werden muss – zumal es in Deutschland bislang nicht einmal eine nationale Begrenzung gibt.
Ebenso ist es höchste Zeit, dass die Gesundheitsbehörden konkrete Pläne für ein verpflichtendes Warnsystem vorlegen, das greift, sobald bekannt wird, dass ein Spender eine schwere Erbkrankheit weitergegeben hat. Auch strengere Kontrollen des Samenbank-Gewerbes müssen dringend diskutiert werden.